Verhaltensberatung & Erziehungstraining


    Verhaltensberatung .

    Hunde lernen in jedem Alter, und: sie lernen gerne! Denken Sie an die zahlreiche Hunde aus Tierheimen oder Notvermittlungen, auch höheren Alters, die eifrig bemüht sind, sich in ihr neues Zuhause zu integrieren. Selbst Tiere mit schlimmer Vorgeschichte sind in der Lage, Vertrauen neu zu entwickeln und ihr Leben wieder zu geniessen. Es liegt an uns, welche Beziehung wir aufbauen, welche Grenzen wir setzen und wie das Zusammenleben funktioniert. Es liegt an uns, gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um wieder Freude und Harmonie einkehren zu lassen - statt Frust, Spannungen und Überforderung auf beiden Seiten.

    Nicht jedes unerwünschte Verhalten unserer Hunde ist eine Verhaltensstörung sondern entspricht meist dem "hundenatürlichen" Verhalten.
     

Verhaltensstörung bezeichnet ein Verhalten, welches nicht zum normalen Verhaltensrepertoire gehört und das Überleben auf Dauer nicht gewährleistet.

Verhaltensproblem bezeichnet ein Verhalten, welches "normal" ist und der Situation angemessen eingesetzt wird, jedoch von der Umwelt als störend und problematisch empfunden wird.

Häufige Ursachen für Verhaltensprobleme: neben mangelhafter Prägung und Sozialisation eine gestörte Kommunikation zwischen Mensch und Hund, nicht artgerechter Umgang, häufiger Wechsel der Bezugspersonen sowie mangelnde o. nicht hundegerechte Beschäftigung.

Aber auch gesundheitliche Gründe können ausschlaggebend sein für Verhaltensprobleme. Deshalb ist meist auch eine klinische Untersuchung erforderlich um mögliche organische Ursachen auszuschliessen. 

Die Verhaltenstherapie berücksichtigt die Vorgeschichte, Haltungsbedingungen, positive wie negative Lebenserfahrungen, körperliches Befinden und die spezielle Beziehung des Hundes zu seinen(m) Menschen genauso wie neue Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung, rassespezifisches Verhalten und den individuellen Charakter. Die geschilderten Verhaltensauffälligkeiten oder Schwierigkeiten sind oft nur die Spitze des Eisberges: das wahre Problem beginnt meist schon viel früher. Es macht deshalb wenig Sinn, "nur" das unerwünschte Verhalten abzustellen wenn die Ursache nicht angegangen wird. Auch kleine Verhaltensauffälligkeiten können sich schnell verfestigen und daraus grössere Schwierigkeiten entstehen.

Eine sinnvolle Verhaltenstherapie beinhaltet:
- Ursachenforschung (wie sind die Probleme entstanden?)
- das Vermitteln von Wissen über das Wesen „Hund“
- die Bereitschaft des Hundehalters, sein Verhalten zu ändern
- den Aufbau einer respektvollen, vertrauensvollen Bindung
- konsequente Durchführung von klaren Regeln (Therapieplan)
- positive Konditionierung (Verstärkung erwünschten Verhaltens)
- und, nicht zuletzt, Freude an der gemeinsamen Arbeit.

Erziehungs“hilfen“ wie: Stachelhalsband, Würgehalsband, Stromhalsbänder, Leinenruck, Nackenfellschütteln, Umschmeissen des Hundes (der sog. “Alphawurf”) o. ä. werden sie bei uns nicht finden. Diese Methoden wurden bereits in der Kynologie und Verhaltensforschung ausreichend widerlegt - leider werden sie jedoch trotzdem noch allzu oft praktiziert.

Erziehungstraining für den Alltag

Selbstverständlich ist hier aber auch eine “Anlaufstelle” für ganz normale Erziehungsfragen/-probleme.
Egal ob Welpenfrüherziehung oder Erziehung bei erwachsenen Hunden - an erster Stelle steht die Aufklärung der Hundebesitzer über das “wie lernt ein Hund” und wie kann ich alles in die richtigen Bahnen lenken, so, dass es der Hund auch wirklich versteht und umsetzen kann!

Das Training findet sowohl im Einzelunterricht als auch in kleinen Gruppen statt - wir wollen eine individuelle, auf den jeweiligen Hund und seine Umgebung, also sein Lebensumfeld zugeschnittene Ausbildung.

Wann lohnt Einzelunterricht?
Bei Hunden, die verängstigt/unverträglich/gestresst in einer Gruppe wären, langsamer lernen, speziellere Erklärungen benötigen, die durch schlechte Erfahrungen verstört sind oder einfach einen wichtigen Teil der Erziehung nie erlernt haben. Aber auch, wenn die Besitzer aus zeitlichen oder welchen Gründen auch immer, nicht einer regelmäßig stattfindenden Gruppe teilnehmen können.
 

Wann ist ein Gruppenunterricht sinnvoll?
In einer Gruppe geht es darum, den eigenen Hund mit Artgenossen zusammen zu bringen. Auch die Besitzer freuen sich darüber mit anderen zusammen zu Üben und sich Auszutauschen. Es ist meist lustiger als alleine zu Üben. Außerdem lernt der Hund, dass auch unter Ablenkung Signale/Kommandos des Menschen umgesetzt werden müssen.